Analoge Fotografie, Fotografenleben, Fotografie

Tenerife on film workshop

Teneriffa, Tenerife oder Tenriffe war mir ehrlich gesagt stets ein Inbegriff für englische Touristen, die sich in Badehose und mit hochgezogenen weißen Socken wie Sardinen in Reih und Glied am Pool in der Sonne aalen und bis in die Nacht mit Bier und Fish and Chips vollstopfen. Massentourismus zu Billigstpreisen, bei dem man sich von einem Sightseeing-Highlight zum nächsten hangelt um Futter für das obligatorische Fotobuch zu ergattern. Andererseits kenne ich doch gut und gerne ein gefühltes Dutzend verheirateter Pärchen, die auf Teneriffa ihre Flitterwochen verbracht haben und von der Schönheit der Insel abseits des Tourismus erzählen.

Jedoch hingegen aller Versuche, mir die Insel in der Vergangenheit schmackhaft zu machen, hat mich Teneriffa nie sonderlich gereizt. Zu groß waren bisher die Versuchungen aus Asien und dem europäischen Festland. Doch als ich irgendwann letzten Jahres durch Zufall bei Facebook auf den „Tenerife on film – Workshop“ mit Jan Scholz und Ryan Muirhead aufmerksam wurde, eröffnete sich mir plötzlich ein völlig anderer Blickwinkel 🙂 Warum nicht für eine Woche Teneriffa ausprobieren und dabei zweieinhalb Tage Workshop mit zwei der für mich besten analogen Portraitfotografen unserer heutigen Zeit erleben?…

Nun sind inzwischen etwas über zwei Monate vergangen und ich blicke noch immer mit einem Grinsen im Gesicht zurück auf diese fantastische Woche. Auch wenn wir im Süden sehr nah am Flughafen in Oasis del Sur unser Appartment gemietet hatten, so konnten wir dank unseres Mietwagens in den wenigen Tagen neben dem Workshop einige Teile der Insel erkundigen. Und ich hätte mir die Insel nicht schöner ausmalen können. Abseits des ganzen Touristenrummels zeigte sich Teneriffa von seiner ganzen Schönheit. Typische spanische Wälder wechseln sich mit karger Felslandschaft ab, die sich nur mit Kakteen und Sträuchern schmückt. Dazu traumhafte Strände, der fast schon ein wenig morbide Charme der Bauwerke und Plantagen, soweit das Auge reicht.

Und schließlich der Workshop, bei dem nicht nur zwei unglaubliche Fotografen ihr Wissen, sondern auch ihre ganze Leidenschaft, ihr Gefühl, ihre Kreativität und das Leben mit der Fotografie vermittelt haben. Wenn zudem rund 20 Workshopteilnehmer aus aller Welt von New York bis Manila das Ganze mit Leben füllen, kann man sich annähernd vorstellen, was für wundervolle Tage wir alle miteinander verbringen konnten. Auf der Bananenplantage, in der alle Workshopteilnehmer gemeinsam in Bungalows gewohnt haben wurde genetzwerkt, diskutiert, gemodelt, fotografiert und zuguterletzt die eigene Sicht der Dinge um viele Blickwinkel erweitert. Ich bin wirklich sehr dankbar, diese Chance erhalten zu haben, an dem Workshop teilgenommen und die tollen Momente mit all diesen kreativen Menschen erlebt zu haben.

Denn manchmal hilft es einfach ungemein, den Blickwinkel zu ändern…

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Mit dabei hatte ich das erste Mal ausschließlich analoge Kameras. Neben der Olympus OM-2n mit 50mm/1.4 und dem 28mm/2.8, die Leica M2 mit dem 35mm/2.5 Pancake von Voigtländer und der Hasselbald 500 c/m mit Zeiss Planar 280mm/2.8. Alle Filme wurden von MeinFilmLab entwickelt.

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