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Wandbilder von Saal digital – Ein Erfahrungsbericht

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht so der Typ für Wandbilder bin. Warum eigentlich? Irgendwie haben mich Momente, die auf dicken Hochglanz-Papieren oder Alu Dibond und Acrylglas gedruckt sind, noch nie so richtig vom Hocker gerissen. Schon immer hat mir der klassiche Bilderrahmen in seinen Variationen mehr zugesagt. Zudem seit ein paar Jahren Acyl-Alu Dibond-Drucke unser Wohnzimmer verzieren, mit denen ich mich irgendwie nie so richtig anfreunden konnte. Auch wenn mir die Motive eigentlich sehr gefallen, geben mir die Hochglanzoberflächen und die meist verfälschten Farben ihr übriges, sie gedanklich irgendwo in der Ecke Kitsch abzustellen.

Wobei, während ich das hier schreibe und vor mir hoch an die Wand starre, breitet Michael Jordan auf seinem legendären „WINGS“ Poster zwei Meter zwanzig breit die Arme über mir aus. Ich habe es mir damals extra im Flieger aus Barcelona mitgebracht und anschließend laminieren und auf Alu Dibond aufziehen lassen. Barcelona…. immer wieder eine Reise wert. Aber ich schweife ab!

Als ich jedenfalls vor ein paar Monaten für eine Freiburger Firma eine Dronenaufnahme von Freiburg anfertigen (siehe Bild oben) und das Bild aufgehängt möglichst „edel“ und technisch wirken sollte, wurde wieder diskutiert, auf welches Trägermaterial man zurück greift. Tadaaa- Galleryprint – Direktdruck auf Acrylglas mit Dibond Platte! Wow- was hüpft das Herz 😉 Und da ich seit Jahren meine Fotobücher für meine Hochzeitspaare bei Saal Digital bestelle und absolut zufrieden bin, was die Qualität und den Preis angeht, war schnell klar wo das Bild veredelt wird. Los geht´s.

Wie alle anderen Produkte, lassen sich auch Wandbilder bei Saal Digital bequem auf deren Website direkt im Browser erstellen. Alternativ kann die Software von Saal herunter geladen werden oder man erstellt die entsprechenden Daten am eigenen Rechner und lädt sie bei der Produktbestelleung hoch. Ich entscheide mich stets für letzteres, da meine beiden Monitore kalibriert sind und auch InDesign und Photoshop mit Profilen versehen sind. Profile gibt es auch von Saal, die man sich hier herunterladen kann. Ich erstelle meine Bilder entsprechend in Photoshop oder die Bücher in InDesign und lade die exportierten Bild- und Pdf-Daten im entsprechenden Farbraum hoch. So weiß ich, was ich an finaler Farbqualität bekomme und es geht für mich am schnellsten.

Der Webshop funktioniert was die Größenauswahl und das Material angeht klasse. Entweder man wählt ein vorgegebenes Format, oder man erstellt sich eine individuelle Größe von maximal 2 x 1 Meter. Gesagt getan, das ganz große Ding bestellt, ging es noch an den Datenupload. Und vorhin noch geprotzt, bringt dir das beste, kalibrierte Bild nichts, wenn die Daten zu klein sind 🙂 Schließlich habe ich das Bild auf die Originalgröße und 250dpi hochgerechnet, was mich jedoch schon sehr überrascht hat. Bin ich es ansonsten doch gewohnt, dass die Online-Anbieter mit ungefähren, oder interpolierten Größen arbeiten – sprich das Bild hochrechnen. Zumal wir hier von einer entgültigen Größe von 2 x 1 Meter spechen. Und da frage ich mich schon, welche Kamera hierfür notwenig ist, bzw. woher der Ottonormalverbraucher Daten für ein Wandbild herbekommt, das über einen Meter breit ist.

Nach der Bestellung und dem Datenupload erfolgte die Absprache mit der Spedition, da das etws größere Paket nicht mit DHL geliefert wird. Zugegeben, ich nutze selten den von Saal angebotenen Service des Online-Statusabrufes, da die Produkte die ich sonst bestelle, immer in etwa 1-2 Werktagen bei mir eintreffen. Da ich den Service der datierten Lieferung des Wandbildes dieses Mal jedoch wissen wollte, habe ich mir online den Status und die dazugehörigen Infos anzeigen lassen. Leider vergebens, da der Service einen Fehler anzeigte und nicht funktionierte. Nachdem ich den Support per Telefon nach zig Anrufen endlich erreichte, wusste auch dort niemand Bescheid und so musste ich wohl oder übel auf den Anruf der Speditionsfirma warten, bis klar war wann geliefert wird. Hier dürfte im gesamten Prozess des Kunden-Supports sicherlich noch ein wenig nachgebessert werden.

Nach Erhalt des Wandbildes nun also Montage und Begutachtung des Drucks. Die Aufhängung zu installieren ist hierbei denkbar einfach. Man bohrt zwei Löcher in die Wand, hoffentlich einigermaßen gerade ;-), und hängt das gute Stück mit der Profil-Aufhängung auf. Was in der Theorie hier so leicht klingt, wurde bei meinem Exemplar durch die gebogene Alu-Dibond-Platte ein wenig erschwert. Anbei zwei Bilder (klick macht bild groß), die die Krümmung im oberen Bereich des Bildes deutlich zeigen. Vermutlich ein Transport- oder Verpackungsfehler, der natürlich umso ärgerlicher ist, da direkt zum Kunden geliefert wurde. (und es liegt nicht an einem schrägen Schattenverlauf – den gibts auch in gerade).

Da wie ich finde, an der Verarbeitung des gesamten Wandbildes absolut nichts auszusetzen ist, bleibt zum Schluß noch die Beurteilung der Qualität des Drucks. Und hier kommen wir auch schon zur größten Herausforderung 🙂 Wäre als erstes die Oberfläche. Da sie, wie auf den Bildern zu sehen nicht glänzend, sondern aufgrund des seitlichen Fensters in matt gewählt wurde, geht meiner Meinung nach auf den ersten Blick mit der fehlenden Brillianz auch ein wenig die Schärfe verloren. Sprich die Oberfläche glänzt nicht so und stellt den Druck auch nicht so kontrastreich dar. Fototografen und Grafiker kennen das ja bereits vor Jahren von den Apple Displays 😉

Zusammenfassend lässt sich vielleicht sagen, dass die Wandbilder von Saal Digital für den Preis absolut wertig sind. Die nächste Stufe ist meiner Meinung nach ein Lieferant wie White Wall und dort kostet das vergleichbare Produkt in der gleichen Größe und anstatt 400 Euro rund 1000 Euro. Das ist schon ne Ansage. Um mich jedoch absolut zu überzeugen, dürfte der Kundenservice besser funktionieren und auch die Qualität hat mich, im Gegensatz zu Büchern, Fotoprints, etc., nicht umgehauen. Die Farben passen meiner Meinung nach und sind wie am Monitor (ein Hoch auf die Kalibration ;-), aber irgendwie wirkt der Druck schwammig. Und auch wenn die hochskalierten Daten von mir in Photoshop nicht knackscharf waren und man bei Wandbildern einen Betrachtungsabstand von 3 Metern einnehmen sollte, könnte es mich irgndwie ein wenig mehr begeistern.

Ihr habt auch schon bei Saal Digital gedruckt und andere Erfahrungen gemacht? Oder Ihr bevorzugt andere Lieferanten? Ich bin gespannt, wie Eure Meinung dazu ist…

Ein Wandbild von Saal Digital